Freie Demokraten Jena-Saale-Holzland

Logo Freie Demokraten Jena-Saale-Holzland

Meldungen

Geldbündel

Haushaltsplus ist Anlass für Entlastung der Bürger und strategische Investitionen

JENA, 30. Mai 2023 - Stefan Beyer, finanzpolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Jenaer Stadtrat, begrüßt die Genehmigung des Doppelhaushalts 2023/2024 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt. Besonders erfreulich ist die Ergebnisverbesserung von insgesamt 46 Millionen Euro, die vornehmlich auf höhere Gewerbesteuern und Landeszuweisungen beruht.

"Dieses Plus ist ein positives Signal und zeigt das wirtschaftliche Potential unserer Stadt. Es zeigt, dass sich die Strategie für Wachstum und Investitionen aus dem Jahr 2018 bewährt hat, die wir nun mit einem eigenen Antrag im Stadtrat fortschreiben wollen", so Beyer.

Der FDP-Politiker kritisiert, dass noch im Dezember behauptet wurde, es gäbe keine politischen Spielräume im Haushalt. Allerdings sollte dieses Haushaltsplus jetzt nicht wahllos verfeuert werden, sondern gezielt in Entlastungen der Bürger und in Investitionen gesteckt werden.

"Die gute Entwicklung der Steuereinnahmen war für uns bereits aus dem Bericht des Stabilitätsrats und aus den zwei Steuerschätzungen im letzten Jahr ersichtlich. Unsere Forderungen nach Steuersenkungen und damit einer Entlastung der Bürger sind deshalb weiterhin gültig. Außerdem müssen die Kostensteigerungen bei den Investitionen der Stadt abgefedert werden", betont Beyer.

Stefan Beyer setzt sich zudem für eine aufkommensneutrale Grundsteuerreform ein: „Das Haushaltsplus zeigt auch, dass wir die Grundsteuerreform nicht zum Anlass nehmen sollten, uns als Stadt über eine mangelnde Hebesatzanpassung zu bereichern. Wir haben auch hier einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht."

Er fordert insgesamt mehr Transparenz und eine bessere Einbeziehung der Stadtratsfraktionen in die Haushaltsplanung. Nur so können die Interessen der Jenaer Bürgerinnen und Bürger optimal vertreten und deren Steuergelder effektiv eingesetzt werden.

Weiterlesen

Freie Demokraten stimmen Jenaer Haushalt zu, weisen aber auf Sparbedarf hin

Es ist eine enorme Leistung der Stadtverwaltung, in der unsteten Inflations- und Energiepreislage einen genehmigungsfähigen Haushalt vorzulegen. Das Schreckgespenst Haushaltssicherung ist vorerst vertrieben. Zusätzlich werden die so dringend benötigten Stellen in der Ausländerbehörde und der IT geschaffen. Aus diesen Gründen stimmen die Freien Demokraten dem Haushalt zu.

Gleichzeitig weist die FDP-Fraktion ausdrücklich darauf hin, dass ein „weiter so“ auf der Ausgabenseite langfristig nicht zu halten ist. „Im Moment ist der Haushalt für uns gerade so zustimmungsfähig“ sagt Stefan Beyer, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion.

Der Haushaltsentwurf rechnet mit Rekordeinnahmen. Insgesamt werden Einnahmeverbesserungen von 59,8 Mio. Euro in den nächsten fünf Jahren erwartet. Dennoch kann der Haushaltsausgleich nur hergestellt werden, indem im Jahr 2023 15,81 Mio. aus dem Ergebnisvortrag (der Rücklage) eingesetzt werden und 2024 nochmal 30,16 Mio. Damit beträgt der Ergebnisvortrag am Ende des Doppelhaushalts nur noch 3,54 Mio. und ist fast aufgezehrt.

Stefan Beyer ergänzt weiterhin: "Die Stadt kann sich diesen Doppelhaushalt nur leisten, weil in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und ein Ergebnisvortrag aufgebaut wurde. Nach zwei Jahren werden diese Rücklagen jedoch aufgebraucht sein. Wir brauchen dringend eine Konsolidierung der Ausgaben. In den letzten 7 Jahren sind die allgemeinen Deckungsmittel um 3,6% pro Jahr gestiegen, die Personalkosten dagegen um 4,3%, die Sozialausgaben um 4,1% und die Investitionsausgaben um 4,8%. Das kann nicht mehr lange so gut gehen."

Fraktionsvorsitzender Alexis Taeger schließt: "Allerdings ist mit mehrheitlicher Konsolidierungsbereitschaft im Stadtrat nicht zu rechnen. Im Gegenteil ist zu befürchten, dass ein Wettbewerb um Mehrausgaben entsteht, die die Stadt nicht stemmen kann. Da ist es besser, den Haushalt zügig in der vorliegenden Fassung zu beschließen."

Weiterlesen