Freie Demokraten Jena-Saale-Holzland

FDP für Radweg unter der Camsdorfer Brücke

und Karl-Liebknecht-Straße als Hauptverkehrsstraße

Die FDP-Fraktion bedauert, dass der Stadtentwicklungsausschuss die Entscheidung über eine Unterführung des Radweges unter die Camsdorfer Brücke erneut vertagen musste, da es diesbezüglich noch keine klare Mehrheit gab. Dabei liegt unterdessen auch ein Vorschlag der Verwaltung vor,
der den Auwald weniger beeinträchtigt und massive Ausgleichspflanzungen vorsieht.

Die heutige Situation ist ein seit Jahren bekannter Missstand.
Die Radfahrer müssen für eine sichere Querung der Karl-Liebknecht-Straße absteigen und die Ampel auf der anderen Seite des

Bahndamms nutzen. Bizarr an der Situation ist, dass das wegen der schmalen Bürgersteige an der
Bahnunterführung nur deshalb weitgehend ohne Belästigung von Fußgängern funktioniert, weil sich relativ wenige Radfahrer an diese sichere Wegführung halten.
Die einmalige Chance, im Rahmen der Neugestaltung der Landfeste eine gleichzeitig sichere wie behinderungsfreie Unterführung für die Radfahrer zu errichten, sollte nicht vertan werden. Damit würde eine Lücke geschlossen für eine leistungsfähige Radverbindung in Innenstadtnähe vom Norden bei Zwätzen bis nach Lobeda im Süden.

Varianten einer Überquerung der Karl-Liebknecht-Straße waren bislang für Radfahrer zu gefährlich oder hätten eine erhebliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit der Karl-Liebknecht-Straße und damit eine Überlastung der Straße am Bahndamm und der Angerkreuzung zur Folge.

"Leider wird von einigen Gegnern der Unterführung genau das beabsichtigt. Das kommt für die FDP-
Fraktion nicht in Frage. Solange Osttangente und Angerkreuzung noch nicht bedarfsgerecht aus-
gebaut sind, brauchen wir eine leistungsfähige Karl-Liebknecht-Straße als Hauptverkehrs-
straße.“
, so Alexis Taeger.

„Mit einer Unterführung wird sichergestellt, dass Radfahrer ungehindert durchfahren können ohne die Leistungsfähigkeit von derzeit noch unentbehrlichen Durchgangs-Straßen einzuschränken und ohne Fußgänger auf den Fußwegen zu beeinträchtigen. Ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer.“