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News - Archiv: Mai 2018

13Mai
 
Stefan Beyer
Stefan Beyer

Die aktuelle Diskussion um den Neubau des Universitäts-Campus am Inselplatz macht erneut deutlich, wie dringend Jena ein umfassendes Verkehrskonzept für die Innenstadt benötigt. Wenn eine Verkehrsberuhigung auf bisher stark befahrenen Straßen im Zentrum gefordert wird, um einzelne Bereiche der Kernstadt näher zusammenrücken zu lassen, dann geht das nur, wenn der Verkehr an anderer Stelle fließt. Um das zu erreichen, ist es jetzt notwendig, sowohl die Osttangente um den Inselplatz als auch die Westtangente am anderen Ende des Zentrums zu bauen bzw. auszubauen. Dadurch wird ein funktionierender Verkehrsring um das Zentrum geschaffen, der dann zu einer echten Entlastung der Straßen in der Kernstadt führt, die aber nicht zu einer übermäßigen Belastung der Autofahrer wird. So könnten alle gewinnen: Fußgänger und Radfahrer im Zentrum sowie Autofahrer, die schnell zum Zentrum oder um das Zentrum herum kommen wollen. Siehe den Artikel in der OTZ: http://jena.otz.de/web/jena/startseite/detail/-/specific/Wissenschaftler-fordern-Zerschneidet-Jenas-Campus-nicht-1724803723


09Mai
 
Lageübersicht Jena
Lageübersicht Jena

Laut dem aktuellen Immobilienmarktbericht stieg im Raum Jena der durchschnittliche Kaufpreis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus von 348.886 Euro im Jahr 2016 auf 351.210 Euro im Jahr 2017. Für neugebaute Eigentumswohnungen stieg der durchschnittliche Kaufpreis von 2944 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2016 auf 3140 Euro im Jahr 2017.
Diese hohen Preise haben zur Folge, dass Menschen sich ein günstigeres Baugrundstück oder eine Eigentumswohnung im Saale-Holzland-Kreis suchen. Insbesondere die Ortschaften zwischen Bucha und Stadtroda sowie Steudnitz und Kahla, die verkehrsgünstig an den Bundesstraßen B7 und B88 beziehungsweise an der A4 liegen, sind davon betroffen (Quelle: TLZ vom 9. Mai 2018).
Die Folge ist, dass sich um Jena langsam ein Speckgürtel bildet, in dem Menschen wohnen, die die Angebote der Großstadt wahrnehmen und gleichzeitig günstiger oder naturnäher im Umland wohnen wollen. Das sollte Konsequenzen für die Politik der Stadt Jena haben. Zunächst muss die Zusammenarbeit mit dem Saale-Holzland-Kreis verstärkt werden, am besten durch Bildung eines Regionalkreises, sodass die Entwicklung von Stadt und Land zusammengedacht wird. Dann muss der ÖPNV und die Infrastruktur für den Autoverkehr so ausgebaut werden, dass ein Einpendeln nach Jena vereinfacht wird. Schließlich muss der wachsende Speckgürtel auch vor Ort durch Entwicklung regionaler Zentren mit Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und KITA-Angebot gestärkt werden.


04Mai
 

Um die Jenaer Innenstadt noch attraktiver für sowohl Einheimische als auch Besucher von außerhalb zu gestalten, sind folgende Schritte notwendig

1. Ein leichtes Erreichen der Kernstadt mit Auto, ÖPNV und Fahrrad muss gewährleistet werden. Zudem muss es ausreichend Parkplätze geben, die über ein Verkehrsleitsystem leicht gefunden werden können.
2. Eine Verkehrsberuhigung der Kernstadt muss durch den Ausbau eines Verkehrsrings um die Innenstadt einschließlich des Baus der Westtangente gefördert werden.
3. Der Eichplatz und das Bachstraßenareal müssen so entwickelt werden, dass kulturelle Angebote (z.B. durch die Schaffung eines Kunsthauses), Einzelhandelskonzepte und Parks ineinandergreifen, um den Besuch und Verbleib in der Innenstadt weiter aufzuwerten.
4. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Attraktivität der Innenstadt für Jugendliche gelegt werden. Hierzu sollte ein Konzept zur Nutzung der öffentlichen Räume entwickelt werden, welches allen Interessensgruppen Rechnung trägt. Ferner ist über die Schaffung zusätzlicher kultureller Räume, einschließlich eines Begegnungszentrums, nachzudenken, die zum einen als Anlaufpunkt für Jugendliche dienen können, aber auch als Andockstation für weitere Angebote, die diese Zielgruppe auch außerhalb der Räumlichkeiten und auf öffentlichen Plätzen ansprechen.