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Kreisverband Jena-Saale-Holzland

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die Wandergruppe in St. Gangloff
die Wandergruppe in St. Gangloff

Im Rahmen der diesjährigen Sommerwanderung der FDP Jena-Saale-Holzland nach St. Gangloff am vergangenen Sonntag führte der Weg die Kreis-Liberalen durch das geplante Windvorranggebiet W-20, in dem bereits mehrere Windkraftwerkbetreiber den Bau von Windkrafträdern planen. Begleitet wurden die Liberalen bei der Wanderung von engagierten Vertretern der Bürgerinitiative "Unser Holzland - kein Windkraftland", welche viel Wissenswertes zum aktuellen Sachstand berichteten.

Die Freien Demokraten des Kreisverbandes Jena-Saale-Holzland bekräftigten im gemeinsamen Austausch ihre Ablehnung von Windkraftanlagen in Waldgebieten und fordern zugleich die verbindliche Festschreibung größerer Mindestabstände von Windkraftanlagen zu nächstgelegenen Wohngebieten und Ortslagen. Als konkrete Abstandsregelung fordert die FDP mindestens das 10-fache der Gesamthöhe (einschließlich Rotorblätter) einer Windkraftanlage, um die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zukünftig nicht weiter zu beeinträchtigen.

"Die Lebensqualität in ländlichen Regionen ist unmittelbar mit unserer vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft verbunden. Einer ideologischen Energiewende dürfen identitätsstiftende Merkmale ländlicher Regionen nicht geopfert werden. Damit die Akzeptanz der regenerativen Energien und moderner Energietechnologie erhalten bleibt, müssen wir grüne Lebenslügen auflösen. Ökologisch verantwortungsbewusst sei nicht nur Klimaschutz. Flora und Fauna vor dem Eingriff des Menschen zu schützen, ist ebenso eine Frage ökologischer Verantwortung.", bekräftigt der stellv. Kreisvorsitzende der FDP Jena-Saale-Holzland Patrick Frisch die Position der Liberalen.

Voraussetzung für die Realisierung neuer Energie-Projekte muss stets die Berücksichtigung regionaler und lokaler Gegebenheiten sein, insbesondere die Belange der Anwohner. Zudem würde eine weitere Verspargelung der Landschaft durch neue und größere Windräder zusätzliche Flächen versiegeln, die Umwelt beeinträchtigen und den naturnahen Tourismus in der Region aufs Spiel setzen.

In der Energiepolitik fordern die Freien Demokraten in ihrer Gesamtheit einen Neustart und mehr Blick auf die Markt- und Zukunftsfähigkeit von Energieträgern, welche sich grundsätzlich an den Zielen der Bevölkerungsakzeptanz, der Bezahlbarkeit, der Versorgungssicherheit und der Umweltverträglichkeit orientieren muss.

"Es macht keinen Sinn, einen Energieträger mit hohem Tempo und Subventionen auszubauen, wenn der produzierte Strom nicht genutzt werden kann. Deutschland brauche eine marktwirtschaftliche Wende in der Energiepolitik, die das ökonomisch und physikalisch Machbare berücksichtige und zusammenbringt.", verdeutlicht abschließend der Kreisvorsitzende Dr. Thomas Nitzsche die liberalen Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung.